Das Thema Wassersäule ist ziemlich verwirrend. Wir versuchen etwas Licht ins dunkel zu bringen.

Hier erstmal die grundsätzliche Definition des Wortes: Wassersäule

Die Angabe der Wassersäule definiert dass auf einer Fläche von 1×1 cm ein Wasserzylinder mit 1500mm (1,5m) Höhe stehen kann ohne dass Wasser durch das Material dringt.

Fertig.

Aber warum haben wir uns zum Bsp für das Tatonka Polar 3 mit 1.500mm Wassersäule entschieden statt für ein anderes Zelt mit 8.000mm Wassersäule? Das sollte doch besser, regenfester sein.

Hier wird es kompliziert. Es kommt auf das Zeltmaterial an. Aus welchem Material und mit welcher Fadenstärke ist es gewebt worden. Umso feiner der Faden und umso höherwertiger das Material, desto weniger Beschichtung ist notwendig um das Zelt “dicht” zu machen. Extrem hochwertiges Material, wie das der Expert Linie von Tatonka, benötigt nur noch ein paar Schichten der Silikonbeschichtung. Eine Silikonbeschichtung nutzt sich weniger ab.

Bei einer PU-Beschichtung (welche z.B. 8.000mm Wassersäule bietet), gibt es eine höhere Abnutzung des Dichtmaterials durch Wasser und Schmutz. Das heisst, das Zelt muss häufig nachimprägniert werden.

Eine bloße Festlegung ob ein Zelt “dichter” ist nur weil es eine deutlich höhere Wassersäule hat, ist also verkehrt ausser man vergleicht Zelte mit dem gleichen Material und der gleichen Beschichtung.

Dies alles spiegelt sich auch im Preis wieder. Daher ist das Tatonka Polar 3 mit 1.500mm Wassersäule 1. extrem leicht und 2. genauso “dicht” wie ein Zelt mit 8.000 mm Wassersäule, mit dem großen Vorteil: Es muss deutlich weniger imprägniert werden.

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