Trekking mit Kindern und Hund

Informationen rund ums Trekking mit Kindern und Hund

Schlagwort: Weitwandern mit Kindern (Seite 2 von 2)

Sauerland Trekking Tour Tag 1

Sauerland Trekking Tour mit 2 Kindern – 4 Tage

Trekking Tour Tag 1 – Von Wanderparkplatz Am Rees (Hallenberg) nach Campingplatz Züschen

Unser 1. Tag unserer 4 tägigen Trekking Tour zu dritt, führt uns vom Wanderparkplatz „Am Rees“ in Hallenberg (NRW) zum Campingplatz „Ahretal“ in Züschen.

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Packliste für 4 Tages Tour mit 2 Kindern im April 2019

Hier seht Ihr was wir auf unserer Tour mitgenommen haben, unterteilt nach Personen:

Erwachsener:

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Ausrüstung Testtour – Schlafsack

Wie bei allen Ausrüstungsgegenständen gibt es auch bei den Schlafsäcken einiges zu beachten. Sommer-(oder Hütten-)Schlafsäcke, Winterschlafsäcke……..Gewicht, Preis, für Kinder, für Erwachsene…..schier unendliche Dinge gibt es zu beachten.

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Ausrüstung Testtour – Zelt

Testour – Zelt

Wir haben uns vor der Anschaffung überlegt, welche Kriterien unser Zelt für den Testzeitraum erfüllen sollte. Folgende Überlegungen standen im Raum:

  1. Preis -> gleich etwas „richtig gutes“ oder doch erstmal „preisgünstig“
  2. Ort -> Wo wollen wir die ersten Touren machen -> Sicherlich nicht in Skandinavien, wir werden in Deutschland bleiben

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Hunsrück Tour Tag 4 – Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig Kell

Hunsrück Tour Tag 4 – Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig Kell

Tag 4 führt uns auf den Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig Kell

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Hunsrück Tour Tag 3 – von Campingplatz Hahnenbach zurück nach Woppenroth

Hunsrück Tour Tag 3 – von Campingplatz Hahnenbach zurück nach Woppenroth

Hunsrück Tour Tag 3: von Campingplatz Hahnenbach -> Woppenroth

Die Nacht war feucht aber ruhig. Der Zeltplatz bot uns eine gute Gelegenheit gut zu schlafen.

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Hunsrück Tour Tag 2 – von Burgruine Schmidtburg zum Campingplatz Hahnenbach

Hunsrück Tour Tag 2: von Burgruine Schmidtburg zum Campingplatz Hahnenbach

Tag 2: Burgruine Schmidtburg -> Campingplatz Hahnenbach:

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Unsere 1. Trekking Tour mit Übernachtung

Nachdem wir unsere Ausrüstung mit teils extrem günstigen Gegenständen zusammen gestellt haben, ging es nun an die Planung und Durchführung unserer ersten Trekking Tour. Dabei gingen uns viele Fragen durch den Kopf.

Vorüberlegungen und Zweifel

Wo sollten wir die erste Tour durchführen? Was wenn wir keine Übernachtungsmöglichkeit finden? Was wenn die Ausrüstung speziell für die Kinder zu schwer wird? Was wenn die Kinder keine Lust haben? Sollten wir alle zusammen gleich los? Oder lieber einzeln? Fragen über Fragen haben uns beschäftigt. Vermutlich geht es jedem der mit Kindern unterwegs ist so oder sind wir da eine Ausnahme? Ich weiß es nicht.

Komplette Familie oder Einzeln?

Wir haben uns nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen die allererste Testtour mit jeweils einem Kind durchzuführen. Danach werde ich, mit dem anderen Kind und danach mit meiner Frau und dem Hund gehen. Das hat einige Vorteile:

  • wir benötigen für die ersten Tests nur doppelte Ausrüstung (Schlafsack, Isomatte, etc)
  • Jeder hat die Gelegenheit selbst Erfahrungen zu sammeln und sich eine Meinung zu bilden, ob Weitwanderungen für ihn etwas sind
  • Es ist leichter solch eine Tour abzubrechen, wenn man nur ein Kind dabei hat
  • Als Eltern kann man sich mehr auf das Kind konzentrieren

Wo sollten wir unsere Tour durchführen

Wir haben lange überlegt, wo wir unsere allererste Tour durchführen sollten? In unserer Gegend gibt es einen Zeltplatz, dieser hat aber nur mäßig gute Bewertungen und irgendwie hatten wir den Ansporn zu schauen, ob wir auch klarkommen, wenn wir bei einer Weitwanderung das Tagesziel nicht erreichen. Also haben wir uns für eine Strecke in der Nähe entschieden, von der wir zur Not Nachts auch wieder „schnell“ heim fahren können.

Tourdetails

Ein weiteres großes Thema war die Tour/Strecke ansich. Sollten wir zum Einstieg eine kinderleichte, möglichst ebene Strecke nehmen? Sollten wir eine nehmen, die alle an ihre Grenzen bringen? Aber wo liegen die Grenzen der Kinder? Schlußendlich haben wir uns für eine mittelschwere Strecke entschieden. Mit einigen saftigen Steigungen aber auch langen ebenen Streckenabschnitten.

Gesamtstrecke: 22149 m
Maximale Höhe: 637 m
Minimale Höhe: 368 m
Total time: 23:22:07
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Wie Ihr sehen könnt, ist die Tour mit etwa 20km nicht ganz kurz und am Höhenprofil, dass es auch keine flache, einfache Strecke war.

Jetzt gehts los

Die allerste Tour haben der Kleine (8 Jahre alt) und ich durchgeführt. Die Rucksäcke sind gepackt, die Ausrüstung geprüft, Essen und Trinken mitgenommen und die Aufregung stieg spürbar. Was würde uns erwarten? Wie würden wir beide die Nacht verbringen? Es war aufregend ins Ungewisse zu starten. Also sind wir am nächsten Morgen früh aufgestanden, haben gefrühstückt und sind mit dem Auto zu unserem Startpunkt gefahren. Rucksäcke auf und dann ging es los. Die erste TrekkingTour seines Lebens für den Junior und die erste Trekkingtour für mich nach fast 30 Jahren.

Es war aufregend. Wir hatten unsere Tour auf eine Wanderkarte aus Papier übertragen und nach dem Start orientierten wir uns erstmal, na wer errät es? Natürlich mit dem Handy. Es ist ein wenig einfacher aber wir wußten dass wir weiterlaufen könnten, wenn das Handy schlapp machen sollte.

Tourverlauf

Wir starteten vom Wanderparkplatz Füllnhausen und nach einer kurzen Tour bergab, gab es direkt einen langgezogenen Aufstieg. Hier kamen wir beiden Untrainierten schonmal kurz an unsere Grenzen. Es tat sich sofort etwas Unangenehmes auf: Die Schultern fingen an weh zu tun. Also legten wir erstmal eine kleine Pause ein um die Rucksäcke einzustellen. Dafür solltet Ihr Euch alle Zeit der Welt nehmen, denn sonst wird die Tour eine Qual. Nachdem wir weitergelauen sind und mehrfach die Einstellungen anpassen mussten, wusste der Junior, wie sein Rucksack sitzen sollte und hat das verdammt schnell verstanden, ihn selbst korrekt einzustellen.

Die erste Rast

Nachdem uns unsere Tour über das Gelände eines Angelvereins geführt hat, gab es einen wundervoll verwachsenen und somit schön anzusehenden Weg, der uns weiter durch den wald führte. Es gab nur einen kleinen Haken: Er ging steil nach oben was beim Junior einiges an Widerwillen verursachte 😉 Aber nachdem dieser Anstieg geschafft war, gab es, die erste längere Rast. An einem Rastplatz, der etwas im Wald versteckt war, mit einer schönen Weitsicht.

1. Rast nach steilem Weg

Hier konnten wir unser erstes Frühstück unter freiem Himmel genießen, die Beine ausruhen und zu atmen kommen sowie den Durst löschen.

Weiter ging es nach einer guten halben Stunde. Der Weg führte uns tiefer in den Wald, auf der rechten Seite gab es eine Art „Urwald“ zu sehen. Ein großes Stück des Waldgebietes wurde sich hier selbst überlassen. Einfach die Natur Natur sein lassen. Im Gegensatz zur anderen Seite des Weges, wo alles geordnet und sortiert aussah, war dieser „Urwald“ ein wunderschöner Anblick.

Ausgedehnte Mittagspause

Nachdem wir unsere Tour fortgesetzt haben,war es fast Mittagszeit und pünktlich dazu kamen wir an eine Schutzhütte, die ihresgleichen sucht. Sehr geräumig, einfach und praktikabel. Im Ernstfall hätte diese Schutzhütte abends eine Übernachtungsmöglichkeit gegeben aber es war ja erst Mittag. Also Rucksäcke ab, Kocher raus und dann gab es erstmal eine deftige Mahlzeit.

1. Schutzhütte auf dem Weg und das zur Mittagszeit

Nach einer ausgiebigen Mittagspause inkl. einer warmen Mahlzeit, ausreichend Wasser zum Durst löschen, ging es nach ca 1 Stunde weiter.

Weiterer Verlauf

Nachdem uns der Weg wieder ein gutes Stück höher gebracht hat, was nach einer guten Mahlzeit nicht unbedingt das war, was wir uns erhofft hatten, ging es Richtung Neuludwigsdorf über ein weites Feld, entlang eines kleinen Baches. Was wir leider nicht gesehen haben war, dass wir an einer super Schutzhütte vorbei gelaufen sind. Einen Kilometer Umweg hätte uns das gekostet aber diese Schutzhütte wäre es uns wert gewesen. Nach der Überquerung des weitläufigen feldes führte uns der Weg wieder in den Wald wo wir auch bald den höchsten Punkt unserer Tour erreicht haben. Ab jetzt (und dieser Satz ist für Kinder Musik in ihrem Ohren) „geht es tendenziell nur noch bergab“.

Die nächste Rast am Hirschdenkmal

Nach weiteren Kilometern wieder durch den Wald, erreichten wir ein „Denkmal für den legendären Battenberger Hirsch“. Ein 20-Ender wurde hier wohl um 1766 gefangen. Die Geschichte ist dort in Stein gemeisselt oder hier nachzulesen. Hier bot sich dank Rastbank mit Tisch eine Gelegenheit zum rasten und ausruhen. In der Nähe steht eine kleine Ruine, über die wir nichts wissen und welche vollkommen zugewuchert ist. Ein kleiner Teich mit angerenzendem Bach und eine Wildtierbrücke konnten wir ebenfalls entdecken.

Schlafplatzsuche

Jetzt war es inzwischen Nachmittag geworden. Der Rest des Weges wäre durchaus am Stück zu schaffen, sollten wir keinen geeigneten Ort finden. Aber der Junior hatte wenig Lust noch viel weiter zu laufen. Ich auch nicht aber das würde ich nie sagen ;). Also gingen wir entspannt unseren Weg weiter, genossen die Natur und dann…….fanden wir einen optimalen Platz, zumindest für diese eine Nacht.

Übernachtung

Die Dämmerung brach herein und wir begannen unser kleines 3 Personen Zelt unter dem Schutz von Ästen aufzubauen. Da es inzwischen begonnen hat zu regnen, war es gut, dass wir den Aufbau des zeltes bereits vor unserer Tour geprobt haben. Der Aufbau ging schnell von der Hand und zack waren wir im trockenen zelt erschwunden. Der Platz war um einiges tiefer gelegen wie der Weg und meine Sorge dass wir nachts Besuch von Wildschweinen oder anderen Tieren bekommen könnten, erwies sich als unbegründet.

Gut geschützt steht das Zelt da

Nach einer Tasse wärmenden Tee´s haben wir uns in unsere Schlafsäcke begeben und sind beide sofort eingeschlafen.

Erster Test für die Ausrüstung

Der nächste Morgen

Es hat die ganze Nacht durch geregnet. Davor haben uns auch die Äste der Bäume über unserem Zelt nicht geschützt aber das war auch nicht notwendig, denn das Zelt tat was es sollte, es war dicht. Mit den ersten Sonnenstrahlen wurden wir wach und haben umgehend unsere „sieben Sachen“ zusammen gepackt und in den Rucksäcken verstaut. Die Regencapes über die Rucksäcke gezogen und geschaut dass der Platz wieder absolut ordentlich aussah.

Unsere Magen knurrten und ich persönlich hatte Lust auf einen Kaffee aber das Wetter war mehr wie unangenehm. An einer Brücke über den Bach, welcher uns den halben Weg lang begleitete, wollten wir aus irgendeinem Grund keine Pause machen (bei späteren Touren haben wir das dort gemacht).

Also liefen wir weiter durch die Morgendämmerung. Ein paar Wildschweine liefen noch an uns vorbei zum Bach und haben sich mehr vor uns erschrocken, als wir vor ihnen. Die letzten paar Kilometer haben wir dann bis zum Auto am Stück zurückgelegt. Da es ein Wanderparkplatz war, haben wir uns dann die Zeit für unser Frühstück genommen. Eine warme Mahlzeit aus Notnahrung NRG-5 und F-100 Compri (Milch).

Danach ging es mit dem Auto wieder nach Hause. Wir waren beide kaputt aber glücklich. Glücklich die Tour geschafft zu haben und zufrieden dass wir dieses Erlebnis hatten.

Weitere Touren

In etwa die gleiche Tour habe ich dann mit unserer großen und mit meiner Frau und und unserem Hund nochmals durchgeführt. Alle haben es genossen auch wenn meiner Frau die Notnahrung…….naja zu wieder ist. Es ist halt auch Notnahrung und keine Delikatesse ;).

Fazit

Alle waren wie bereits erwähnt begeistert. Natürlich speziell die Kinder. Es ist Anstrengung, Spaß und Abenteuer gleichzeitig und wir freuen uns schon auf die nächste Tour. Dann zu dritt.

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