Unsere kleinste Tochter ist zwei Jahre jung und wir waren bereit mit ihr, ihre erste Trekking Tour durchzuführen. Wir haben uns dazu entschieden nicht allzu weit weg von zu Hause einen Campingplatz dafür zu wählen, da im Ernstfall auch ein nächtlicher Abbruch stattfinden könnte. Unsere Wahl viel auf den Campingplatz „Kernbach“. Dort würden wir unser Zelt aufbauen, dann zwei Nächte dort verbringen und am Sonntag wieder zurück fahren.

Doch schon die Packliste für die Kleine war unendlich lang. Kopfkissen, Plüschtier, Windeln, Babymilch, Flaschen und so weiter und so weiter. Es ist unfassbar und wir haben die Menge echt unterschätzt.

Tag 1 – Camping Kernbach nach Rimberg und zurück – 2 Erwachsene und 1 Kleinkind & Hund

Wir sind heute recht früh aufgestanden und haben das Auto beladen. Wie ihr an unserer Packliste (folgt noch) sehen könnt, ist diese um einiges umfangreicher, wie gedacht bzw. wie es für 3 Leute normal ist. Da wir nicht wussten wie unsere 2-jährige auf die ganze Sache reagieren wird, mussten Kopfkisssen, Plüschtier zum schlafen, etc extra eingepackt werden.

Wir haben uns entgegen unseren normalen Touren dagegen entschlossen, unser Auto irgendwo weit weg vom Campingplatz abzustellen um dann zum Campingplatz zu laufen.

Der Grund ist banal: Wenn die Kleine in der Nacht keine Ruhe gibt oder wir aus irgendeinem anderen Grund die Übernachtung im Zelt abbrechen müssen, müssten wir mit Sack und Pack und der Lütten ggf nachts ca. 8km zum Auto zurück laufen. Daher sind wir dieses mal direkt vom Campingplatz aus gestartet.

Das Auto war voll, soviel sei gewiss, aber es war auch bei der ersten Tour nicht anders zu erwarten. Lieber das erste mal etwas mehr dabei haben, bevor etwas fehlt.

Wir sind mit dem Auto dann direkt zum Campingplatz Kernbach gefahren. Haben das Zelt aufgebaut, Isomatten ausgerollt und aufgeblasen, Schlafsäcke ausgerollt…….das übliche Prozedere. Dann ging es an die erste Wandertour mit unserer kleinen Tochter.

Gesamtstrecke: 8043 m
Maximale Höhe: 446 m
Minimale Höhe: 262 m
Total time: 03:52:41
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unsere Lütte hat sich natürlich voller Elan den eigenen kleinen Wanderrucksack aufgesetzt……für 2 Minuten……danach „wanderte“ der Rucksack im Kinderwagen mit. Das hatten wir uns zwar anders vorgestellt aber das interessiert so eine kleine Wanderin so überhaupt nicht 😉

Da wir unseren Kinderwagen dabei hatten, war die Wanderung recht unkompliziert. Wenn unsere kleine keine Lust zum laufen hatte, wurde sie bequem durch die Natur kutschiert. Was man deutlich dazu sagen muss: Es macht die Wanderung für die Erwachsenen/Eltern nicht wirklich einfacher. Denn wann genau wollen die kleinen in den Kinderwagen? Natürlich wenn es eine Weile bergauf geht 😉 Also schiebt man noch einige Kilo vor sich her. Es klingt einfacher als es ist, gerade auf langgezogenen Bergauf-Wegen.

Alles in allem sind so kleine Kinder sehr neugierig und wollen die Welt und somit auch die Natur entdecken. Da wird sich schonmal einige Minuten vor eine Blume oder ein Insekt gehockt und alles kommt zum Stillstand 😉

Aber genau das ist gut so. Die Kleine sollte Spaß daran haben und wir wussten eins schon vorher: Das Tempo gibt die kleine vor und wenn sie hocken und gucken will, dann ist das so ;).

Etwa 400 Meter vor dem eigentlichen Tagesziel machte uns ein wild zugewachsener Weg einen Strich durch die Planung. Aber ist ja kein Problem, die kleine raus aus dem Kinderwagen, und laufen. Ein Blick in den Kinderwagen verriet uns: Das wird nichts. Unsere Kleine hat ihren wohlverdienten Mittagsschlaf gehalten. Wach machen wollten wir sie nicht, also sind wir wieder umgedreht.

Unseren Hund hat die Tour nicht gestört. Er war froh über jedes Wasserloch und hat es sichtlich genossen, sich auch mal im hohen gras zu verstecken.

Nachdem wir auf dem Zeltplatz wieder angekommen sind, haben wir für die Nacht alles vorbereitet. Jetzt wurde es interessant. Gewandert sind wir mit der kleinen schon öfter aber im Zelt schlafen…..?

Gegen 21:30 Uhr und ein paar Runden auf dem Campingplatz eigenen Spielplatz, haben wir die Kleine in ihren „normalen“ Schlafsack gelegt und ihre Flasche zubereitet. Beim trinken der Flasche zeigte sie nach oben und sagte „Licht aus!“. Nun können Eltern ja vieles…..aber die Abendsonne ausknipsen gehört definitiv nicht dazu.

Da das Zelt dementsprechend „hell erleuchtet“ war, war für unsere Kleine noch Tag und Tag sein bedeutet: nicht schlafen sondern spielen 😉

Gegen 23:30 Uhr hat sie dann aufgegeben und sich der Müdigkeit hingegeben.

Nun war auch die Zeit dass wir Eltern unsere Augen schließen konnten und endlich Schlaf fanden.

Tag 2 – Camping Kernbach nach Rimberg und zurück

07:00 Uhr morgens: Unsere kleine Tochter hat scheinbar ganz gut geschlafen, sie wird wach und ist voller Tatendrang, was man von uns Eltern noch nicht ganz so behaupten kann ?

Die Nacht verlief relativ entspannt, zu unserem Erstaunen. Natürlich mussten wir die kleine ab und zu zurecht schieben. Entweder lag sie mit dem Rücken über ihr Kopfkissen oder sie lag auf Mama oder Papa. Sie schläft halt ziemlich unruhig.

Was uns am meisten Bedenken bereitet hat, war dass unsere kleine bei ca. 8-10 Grad Temperatur in der Nacht ziemlich kalte Arme und ein ziemlich kaltes Gesicht hatte. Natürlich hatte sie einen lanärmligen Schlafsack an und natürlich haben wir versucht sie im „großen“ Trekking Schlafsack zu behalten aber wie gesagt: Sie schläft sehr unruhig. Hier müssen wir eine andere Lösung finden.

Aber jetzt gibt es erstmal ein leckeres Frühstück am Campingplatz eigenen „Grillplatz“, dieser war runtergekommen aber es gab Tische und Sitzbänke

Mama & die Kleine haben Brötchen gegessen, ich wie gewohnt meine Mischung aus MSI Vollmilch und NRG-5 Notnahrung. Jeder wie er es mag. Die kleine hat natürlich auch von meiner „Breipampe“ gekostet, ihre Reaktion war……naja…nennen wir es „verhalten“.

Nach dem Frühstück hieß es erstmal alles zusammen packen, denn die Nacht war für die Mama nicht ganz so angenehm, daher haben wir uns entschlossen eine Wanderung zu machen und dann heim zufahren.

Gesamtstrecke: 8266 m
Maximale Höhe: 432 m
Minimale Höhe: 259 m
Total time: 04:10:20
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Unsere 2 Jährige ist viel gelaufen, hat sich aber auch viel fahren lassen ;). Den Kinderwagen mitzunehmen war eine recht gute Idee. Vielleicht versuchen wir das aber das nächste mal mit unserer Kraxe.

Nach der ruhigen und schönen Wanderung ging es dann mit dem Auto wieder nach Hause.

Alles in allem, können wir folgende Ratschläge und Tipps für eine Trekkingtour mit Kindern geben, wenn Ihr das erste mal mit einem Kleinkind trekking Touren bestreiten wollt:

  • Baut zu Hause (wenn Platz ist) mal ein Zelt auf, mit Isomatte und Schlafsack. Kinder sind von Natur aus neugierig und wollen alles erkunden
  • legt euch mit ins Zelt, dann sieht die Kleine/der Kleine dass Mama und/oder Papa das auch toll finden
  • sucht Euch einen Campingplatz in der Nähe, vorzugsweise mit Wickelraum oder ähnlichem & Brötchenservice alternativ einem Supermarkt in der Nähe
  • fahrt mit dem Auto und dem Gepäck direkt zum Zeltplatz oder ihr habt jemanden der euch ggf. mitten in der Nacht abholen kann
  • Nehmt erstmal mit was ihr denkt dass ihr so braucht, beider ersten Trekking Tour mit Kleinkindern mal sollte man eher zu viel als zu wenig dabei haben
  • Plant Eure Trekking Touren welche für Euch Erwachsene recht leicht und kurz sind, für die kleinen Schritte des Kindes ist es ein viiiiiel weiterer Weg 😉
  • Wählt ein Ziel für die Route welches für die kleine Interessant ist, einen Spielplatz oder etwas zum klettern oder was auch immer Eurer Kleinen/Eurem Kleinen Spaß macht.
  • Seid darauf vorbereitet dass Ihr in der Nacht nicht schlafen werdet, wenn doch: umso besser

Alles in Allem war die erste Tour für unsere Lütte doch ein großer Erfolg. Wir alle sind begeistert und vor allem die Kleine redet von nichts anderem mehr „Papa wieder wandern“ 😉

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