Haben die Kinder erstmal Freude am Weitwandern bzw. Trekking, ist das Alter ab 8 Jahren unserer Meinung perfekt. Sicherlich haben auch wir bei unseren Kids Unterschiede bei der Kondition der Kinder gesehen, welche etwa im gleichen Alter sind aber mit dem entsprechenden Ziel vor Augen, haben gerade Kinder in diesem Alter viel Spaß.

Kinder unter 8 Jahren sind Weitwanderungen gern mal zu anstrengend oder zu langweilig, darin unterscheiden sie sich kaum zu älteren Kindern. Sobald es etwas zum klettern oder anfassen gibt, sind sie aber wieder voll dabei. Bei den Kindern ab 8 Jahren, kann auch ruhig mal der ein oder andere Tag ohne große Highlights dabei sein. Das stört sie weniger. Wenn Abends auf dem Campingplatz der Spielplatz zu sehen ist, sind die Kinder wieder voller Energie.

Ab diesem Alter beginnt auch das Verständnis für die Natur. Sie beginnen durchaus eine Aussicht von einer Bergspitze zu genießen, was jüngeren Kindern doch eher herzlich egal ist. Das weitwandern bzw. Trekking mit Kindern ab 8 Jahren lässt auch einfacher und ungefährlicher Übernachtungen jenseits der Campingplätze zu. Sie verstehen schon die Gefahr welche von einem Kocher ausgeht und finden Gefallen am Einschlafen in der Natur und dem Aufwachen bei Sonnenschein. Obwohl das mit zunehmenden Alter für gewöhnlich etwas ist dass sich ändert, je näher die Kinder der Pubertät kommen 😉

Im Grunde gibt es einige Dinge zu beachten und einige Vorüberlegungen zu treffen um den Kindern an der Trekkingtour den Spaß und die Freude zu erhalten:

  • Prüfe vor der Tour das Gewicht der Ausrüstung. Sollte diese zu schwer für die Kinder sein, werden sie schnell die Lust verlieren.
  • Prüfe mit den Kindern zusammen Eure Ausrüstung. Damit steigt die Freude am losgehen und sie lernen worauf sie achten müssen.
  • Plane Deine Tour so, dass Du im Falle einer Verletzung oder anderer unvorhersehbarer Dinge, die Tour möglichst kurzfristig abbrechen kannst.
  • Sieh Dir vorher die Karten an und plane Deine Touren so, dass möglichst einmal am Tag ein besonderes Ziel erreicht wird. Sei es eine Burgruine, ein Spielplatz im nahegelegenen Ort, ein See in dem man Baden oder Boot fahren kann oder oder oder. Das klappt nicht immer, das mussten wir bereits feststellen aber versuche es.
  • Suche auf den Karten nach geeigneten Rastplätzen oder Schutzhütten. Kinder haben Spaß in diesen Hütten zu sitzen und ggf. etwas zu essen.
  • Bereite Dich auf die Gegend in der ihr wandert ein wenig vor und erklärt den Kindern Besonderheiten der Gegend.
  • Wenn ihr könnt, dann zeigt Ihnen was man in der Natur essen kann. Vielleicht mal abends einen Brennnesseltee, mit frisch gesammelten Brennnesseln? Oder Bucheckern die am Wegesrand liegen? Himbeeren findet man ebenfalls oft.

Nicht immer ist dies alles so umsetzbar. Dann folgen auch Tage an denen man einfach nur läuft. Aber auch das ist für die Kinder nicht unbedingt ein Grund zum langweilig werden. Die nächste Hütte wartet bestimmt, denn die hast Du in Eurer Tour ja mit eingeplant.

Wenn die Touren bei der Planung schon zeigen, dass es durchaus ein oder zwei Tage keine Highlights geben wird, nutzt den Campingplatz! Dort sind die Kinder abgelenkt, sind auf dem Spielplatz und mit anderen Kindern zusammen und schon ist der „langweilige“ Weg vom Tag vergessen.

Ansonsten bietet sich die Übernachtung außerhalb der Campingplätze an, das macht Kindern enorm Spaß. Die Suche nach einer geeigneten Schlafmöglichkeit regt oft die Fantasie der Kinder an und sie sind beschäftigt.

Wenn die Kinder (vielleicht mit einem kleinen Hinweis) dann die geeignete Schlafstelle gefunden haben und sie dann bei einer heißen Tasse Tee und etwas zu essen, den Sonnenuntergang bestaunen können, ist das ein Erlebnis dass sie nie vergessen, denn DIE KINDER haben den tollen Platz gefunden 😉

Habt Ihr weitere Anregungen für das weitwandern mit Kindern? Schreibt mir gern und ich erweitere den Beitrag.

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