Wissenswertes über Benzinkocher

Benzinkocher funktionieren im Gegensatz zu Spirituskochern recht unabhängig von den vorherrschenden Temperaturen oder Höhen in denen sie eingesetzt werden. Dafür sind sie schwerer wie Spirituskocher und in der Regel auch nicht so leicht zu handhaben und zu reinigen. Brennstoff gibt es für den Benzinkocher vermutlich fast überall auf der Welt.

In der Regel gibt es Benzinkocher nicht als Set zu kaufen also nicht inkl. Topfset in dem alles verstaut werden kann.

Benzinkocher gibt es grundsätzlich in zwei verschiedenen Bauarten.

  1. Brenner und Tank sind fest miteinander verbunden
  2. Brenner und Tank sind getrennt und werden mittels Schläuchen verbunden

Bei Benzinkochern welche einen eingebauten (festverbundenen) Tank besitzen haben in der Regel eine Pumpe integriert, mit der Druck aufgebaut wird um den Brenner zu befeuern. Ebenfalls zu finden ist ein Überdruck- bzw. Rückschlagventil um den aufgebauten Druck nicht entweichen zu lassen und ggf. zu hohen Druck ablassen zu können.

Vor- und Nachteile von Benzinkochern

  • Vorteile:
    • Funktioniert auch bei sehr kalten Temperaturen
    • Funktioniert auch in hohen Höhen
    • liefert sehr hohe Temperaturen
    • Brennmaterial weltweit verfügbar
  • Nachteile:
    • höheres Gewicht
    • laut bei Benutzung
    • Geruchsentwicklung sehr hoch beim kochen
    • aufwändige Reinigung

Ein Benzinkocher verbrennt nicht etwa das flüssige Benzin, sondern die Gase des Benzins, was im Umkehrschluss bedeutet, dass das Benzin vorgeheizt/vorgewärmt werden muss.

Achtung! Hier immer erst und sehr genau die Anleitung des Herstellers lesen!

Alle Benzinkocher, ob nun mit verbundenem Tank oder separatem Tank haben bzw benötigen eine Pumpe zum Druckaufbau. Das Benzin wird in eine Art „Vorkammer“ gepresst und dort vorgewärmt/erhitzt bzw. verdampft. Die entstehenden Gase werden dann zum Brenner geleitet, wo sie Verbrennen und Wärme abgeben.

Es gibt „Leisebrenner“ und „Lautbrenner“. Dies wird durch die Konstruktion des Brenners erreicht. Lauter wie ein Spiritusbrenner sind sie aber allemal.

Abbau und Reinigung des Benzinkochers

Benzinkocher lassen sich in der Regel in alle Einzelteil zerlegen, so dass eine Reinigung recht simpel ist. Da Benzin mit recht viel Ruß verbrennt, müssen alle Teile des Kochers regelmäßig gereinigt werden. Speziell die Brennerdüsen, da diese sonst verstopfen und der Brenner somit nicht mehr seine volle Leistung entwickeln kann.

Wie genau Euer Benzinkocher abgeschaltet und gereinigt werden muss, entnehmt bitte unbedingt der Bedienungsanleitung des Herstellers!

Benzin ist gleich Benzin oder doch nicht?

Am Besten nutzt man für einen Benzinkocher kein Tankstellenbenzin, sondern Waschbenzin bzw. Reinbenzin. Der Vorteil liegt hier bei der geringeren Geruchsbelastung und weniger (Ruß-)Rückständen beim verbrennen. Aber natürlich kann man auch mit bleifreiem Tankstellen Benzin (niedrigste Oktanzahl ist am Besten geeignet) kochen. Das ist ja einer der großen Vorteile.

Siedezeit und Brennmaterialmenge

Wie lange es dauert bis 1 Liter Wasser kocht, hängt natürlich auch beim Benzinkocher ein wenig von den Gegebenheiten wie Temperatur oder Höhe ab aber als Faustregel kann man sich 3-6 Minuten bei 2-5 Gramm Benzin merken. Im Vergleich hierzu benötigt ein Spirituskocher zum Bsp. fast doppelt so lange.

Die Heizleistung eines Benzinkochers ist die Höchste unter den Outdoorkochern.

Detaillierte Handhabungs- und Reinigungsschritte bitte der Bedienungsanleitung entnehmen, da sie sich von Kocher zu Kocher unterscheiden.

zuletzt aktualisiert am

Teilen via