Unsere erste Mehrtageswanderung mit zwei Kindern (9 und 11 Jahre alt), führte uns drei Tage durch den Hunsrück und 1 Tag waren wir auf dem Höhlen- und Schluchtenweg in Kell. Vier Tage voller Spannung und Entspannung aber genauso mit vielen Strapazen.

Tag 1 – von Woppenroth zur Burgruine Schmidtburg (Hunsrück)

Nach knapp drei Stunden Anfahrt und Suche nach einem Parkplatz, starteten wir unsere erste mehrtägige Wanderung über den Hunsrück in Rheinland-Pfalz. Die Motivation und Vorfreude war bei allen groß.

Gesamtstrecke: 7617 m
Maximale Höhe: 490 m
Minimale Höhe: 338 m
Total time: 04:24:40
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Der erste Tag verlief relativ entspannt. Anhand des Höhenprofils erkennt man gut, dass es tendenziell bergab ging. Durch dichte Wälder und über schmale Pfade führte uns der Weg. Es war kühl, so um die 10 Grad Celsius aber trocken. Die kleinen Regenschauer haben wir dank des Laubdachs über uns nicht mitbekommen.

Unser erster längerer Zwischenstopp führte uns, nach einem doch recht steilen Aufstieg, zu einer Klosterruine

An dieser Klosterruine befand sich ein Tisch mit Bänken, so dass wir hier unsere warme Mahlzeit zum Mittag zubereiten und essen konnten. Im Rücken die Klosterruine, vor uns diese Aussicht. Wo könnte man besser essen?

Ab jetzt ging es wieder bergab, sehr zur Freude der Kinder. Unser Weg führte uns teils über normale Wanderwege aber auch über schmale Trampelpfade zu unserem Tagesziel: Das Trekkingcamp „Burgruine Schmidtburg“. Wir hatten das ausgesprochen große Glück, dass niemand dort war. Kein Burgwart, keine anderen Camper. Lediglich ein Verein hat sein Herbstfest am anderen Ende der Burgruine gefeiert. Wir hatten freie Platzwahl und ab hier lasse ich Bilder sprechen, denn die sagen mehr wie tausend Worte.

Hier gibt es für Kinder jede Menge Dinge zu entdecken. Ich kann dieses Trekking Camp nur jedem empfehlen der mit Kindern egal welchen Alters unterwegs ist.

Etwa 1 km entfernt gibt es noch ein Besucherbewerkwerk mit Imbiss. Wir sind leider eine halbe Stunde nach der letzten Führung angekommen, so daß wir leider keinen Blick mehr ins Bergwerk werfen konnten. Dort gibt aber einen guten und bezahlbaren Imbiss. Nach einer Portion Currywurst/Pommes war die Enttäuschung fast vergessen.

Gerade in den Ferien-/Sommerzeiten sollte eine Reservierung beim Burgward vor Reiseantritt erfolgen: Dies geht bis jetzt nur telefonisch. Herr Gerlach: +49 (0)6752/3160

Tag 2 – Trekkingcamp Burgruine Schmidtburg nach Hahnenbach (Hunsrück)

TrekkingCamp Schmidtburg – am Morgen

Der nächste Morgen begann für mich etwas früher, wie für die Kinder. Erstmal gab es einen großen Becher voll Kaffee. Im Hintergrund ging langsam die Sonne auf, so dass ich die Kinder geweckt habe, damit sie dieses Schauspiel miterleben können. Es viel ihnen nicht leicht, bei 5 Grad Celsius, ihre kuscheligen Schlafsäcke zu verlassen. In der Nacht hatte es geregnet, so dass das Zelt heute etwas schwerer sein wird beim tragen.

Nach einem kräftigenden warmen Frühstück haben wir unsere Ausrüstung zusammen gepackt und uns auf den Weg zum Campingplatz in Hahnenbach gemacht.

Gesamtstrecke: 10224 m
Maximale Höhe: 409 m
Minimale Höhe: 301 m
Total time: 06:38:40
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Wie man sehen kann, ist der zweite Tag um einiges anspruchsvoller. Es waren mehr Kilometer und es geht viel bergauf und bergab. Das Wetter und die Temperaturen spielten am Vormittag durchaus mit. Um die 10 Grad Celsius und vorerst trocken. Der Weg führte uns Bergauf und bergab. Hauptsächlich durch dichte Wälder. Was uns die Gelegenheit gab trotz regen am Mittag, nach etwa der Hälfte der Strecke Mittag zu kochen und relativ trocken beim essen zu bleiben.

Die Aussicht und die Ruhe entschädigten uns aber. Interessanter Weise haben die Kinder an diesem Tag begonnen, die Stille genießen zu können. So ganz ohne Technik und ohne Luxus, den sie von zu Hause kennen.

Nach weiteren anstrengenden Kilometern haben wir unser Tagesziel für Tag 2 der Hunsrück Trekkingtour erreicht. Den Campingplatz in Hahnbach. Auch hier war alles leer, bis auf einen Dauercamper. Der Inhaber spendierte uns noch ein paar tiefgefrorene Bockwürste, welche wir liebendgern angenommen und im Kocher warm gemacht haben.

Da wir recht gut durchgekommen sind und die Kinder noch nicht so recht müde waren, haben wir noch eine kleine Sightseeingtour durch das kleine Örtchen Hahnbach gemacht. Am Bach entlang, stand eine kleine aber gut anzusehende Kapelle. Leider war diese verschlossen. Dann gings zurück auf den Zeltplatz und unter die Dusche.

Tag 3 – Hahnenbach zurück nach Woppenroth (Hunsrück)

Die Nacht war sehr regnerisch und auch nach dem aufwachen, regnete es noch ganz anständig. Zum Glück stand nahe des Zeltes ein Baumstumpf unter einer großen Tanne. Diesen konnten wir als Tisch für unser Frühstück benutzen. Gekocht haben wir es im „Vorzelt“.

Nachdem wir unser Frühstück verspeißt und unsere Ausrüstung verstaut haben, ging es direkt steil nach oben auf den Bergkamm.

Gesamtstrecke: 11467 m
Maximale Höhe: 574 m
Minimale Höhe: 284 m
Total time: 07:06:24
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Dort gabs ein paar frische Brombeeren am Wegesrand.

Der Weg wurde aber noch anspruchsvoller. Wie auf dem Höhenprofil erkennbar ist, geht der Weg tendenziell erstmal nur bergauf. Sehr zum leidwesen der doch so langsam erschöpften Kinder.

Aber die ein oder andere Schutzhütte bot uns Gelegenheit auszuruhen.

Der Weg führte uns über einen Trail auf dem gerade ein Marathon gelaufen wurde. Nachdem wir unsere Tour vorsichtig fortgesetzt haben, kamen wir nach einigen Kilometern an unserem Auto an. Sichtlich erschöpft sind die Kinder förmlich ins Auto gefallen.

Den Rest des Weges zum heutigen Tagesziel, der Campingplatz in Mendig, haben wir mit dem Auto zurückgelegt (etwa 1h Autofahrt).

Dort angekommen, waren die Kinder wegen des schönen Spielplatzes kaum zu bremsen. Erst wurde natürlich die Ausrüstung aufgebaut.

Mit Einbruch der Dunkelheit, sind wir erstmal unter die warme Dusche gesprungen. Das tat nach dem regnerischen Tag sowas von gut. Danach gab es das erste rituelle Essen unserer Trekkingtour:

Wir haben alles an übriger Wurst gebraten und mit ein paar Scheiben Brot verspeist.

Tag 4 – Traumpfad Höhlen und Schluchten in Kell

Die Nacht über hat es geregnet und es war sehr sehr frisch als ich mich um 05 Uhr aus dem Zelt bewegt habe. Die Nähe zur Autobahn hat mich wenig schlafen lassen, daher erstmal eine schöne Tasse Kaffee und ich muss sagen, der Sonnenaufgang hat ein wenig entschädigt.

Diesmal hatten wir es deutlich einfacher mit dem Zusammenpacken der Ausrüstung, da das Auto neben unserem Zelt stand. Also grob gepackt und ab ins Auto. Einen Rucksack haben wir mit den Trinkflaschen und ein paar Snacks bestückt, der rest lag ziemlich wild im Kofferraum verteilt. Jetzt ging es mit dem Auto zum Traumpfad und dann zu Fuß den Höhlen- und Schluchtenweg entlang

Gesamtstrecke: 12801 m
Maximale Höhe: 385 m
Minimale Höhe: 187 m
Total time: 07:16:42
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Im Gegensatz zu den anderen Tagen ein sehr entspannter Weg auf dem es allerhand zu sehen und zu entdecken gibt. Nicht überraschend dass ich hierbei von Höhlen und kleineren und größeren Schluchten spreche. Für Kinder (und Erwachsene) echt spannend zu erleben.

Mittagessen gab es dann frisch gekocht, auf dem höchsten Punkt des Weges. Natürlich war dort alles leer aber kaum war der Kocher an, füllte sich der Platz mit Menschen, als hätten sie es gerochen.

Nach Abschluss des Weges, ging es dann auf die knapp drei stündige Fahrt nach Hause. Die Kinder waren kaputt und haben innerhalb einer halben Stunde im Auto geschlafen.

Alles in allem war die Tour unsere erste Trekkingtour mit Kindern über mehrere Tage und ein voller Erfolg.

Über unsere Ausrüstung konnten wir jetzt nochmal nachdenken. Es stand fest, wir brauchen vor allem ein kleineres uns leichteres Zelt, möglichst mit mehr Platz, wie dieses doch sehr günstige Kuppelzelt. Ein neues Zelt haben wir uns inzwischen zugelegt. Der Kocher war für 3 Personen zu klein. Hier haben wir ebenfalls Abhilfe geschaffen. Die Isomatten haben wir ebenfalls erweitert, denn bei der nächsten Tour stellte sich heraus dass eine undicht geworden ist.

Alles rund um unsere aktuelle Ausrüstung könnt Ihr hier nachlesen.

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